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Als Mediziner sind auch wir Ästhetik-Spezialisten an unseren Eid gebunden, unseren Patienten zu helfen, ihnen aber in erster Linie nicht zu schaden. Daher finde ich, dass seriöse Anbieter ästhetischer Behandlungen eher zurückhaltend mit allem umgehen sollten, was als Trend angepriesen wird und selbstverständlich sehr gewissenhaft prüfen müssen, ob ein Verfahren geeignet und vor allem sicher ist. Dennoch kann man auch in der Ästhetischen Medizin von gewissen Entwicklungen und Trends sprechen: Neue Ansätze und Verfahren kommen hinzu und bewähren sich mit der Zeit, ältere Methoden kommen aus der Mode, werden durch neue Impulse verändert oder durch effektive Weiterentwicklungen ergänzt. Was hat sich im vergangenen Jahr in unserem Fachgebiet getan und was ist von den drei prominentesten Trends zu halten?

Trend Nr. 1: Fäden nach wie vor im Fokus

Obwohl schon lange erprobt und in den letzten Jahren viel diskutiert, standen auch 2017 wieder die Fadenliftings im Fokus des wissenschaftlichen Austauschs ebenso wie der Öffentlichkeit. Das ist insofern verständlich, als dass sie einen Lifiting-Effekt des Gesichts mit deutlich weniger Aufwand und Kosten versprechen, als dies vom klassischen chirurgischen Facelift der Fall ist. Nach intensiver Auseinandersetzung mit diesem Thema komme ich aber zu dem Schluss, dass Fäden (zumindest vorläufig) kein Mittel darstellen, mit dem vielen Patientinnen und Patienten sinnvoll geholfen werden kann. Fortgeschrittene Alterserscheinungen des Gesichts mit abgesunkenen Partien und überschüssigem Gewebe lassen sich mit Fäden nicht effektiv korrigieren, so dass das Fadenlifting nur für Patienten das Mittel der Wahl ist, bei denen lediglich leichte oder anfängliche Erschlaffungen des Gesichts vorliegen.

Das Muggenthaler-Urteil: Fadenliftings sind nur für ganz bestimmte Patienten eine sinnvolle Option. Lassen Sie sich gut über Alternativen beraten!

Trend Nr. 2: „Melania Makeover“ – Promis als Vorbilder für ästhetische Behandlungen

Der Wunsch nach einer ästhetisch-plastischen Operation ist eine sehr individuelle Sache und gerade in der Gesichtschirurgie ringen Patienten oft jahrelang mit sich, bevor sie sich zu einem Eingriff entscheiden. Anders sieht es bei Trends wie dem Melania-Makeover aus, die zumindest immer wieder vereinzelt aus den USA nach Europa schwappen: Hier sind die Patienten von bestimmten Personen des öffentlichen Lebens so fasziniert, dass sie am liebsten genauso aussehen wollen. Als Chirurg habe ich die Verantwortung, auch die Motivation meiner Patientinnen und Patienten zu hinterfragen. Denn bei unrealistischen Erwartungen ist es unmöglich, den Patienten mit einem Eingriff zufrieden zu stellen. Meine Erfahrung zeigt, dass nichts dagegen spricht, das Foto einer anderen Person (meinetwegen auch einer prominenten Person) mit in das Beratungsgespräch zu bringen, um auf dieser Grundlage die Wünsche und Vorstellungen klarer benennen zu können. Von Versuchen, sich mit Hilfe plastischer Operationen in eine andere Person zu verwandeln, rate ich aber dringend ab.

Das Muggenthaler-Urteil: Versuche lieber, Dich selbst (wieder) zu finden, als jemand anderes zu sein!

Trend Nr. 3: Hitze, Kälte und Ultraschall als ästhetische Hilfsmittel

Spezialisierte Geräte zur Behandlung ästhetischer Makel und Probleme haben sich im vergangenen Jahr noch stärker in der Ästhetischen Medizin etabliert. Was für Behandlungen mit Laser oder Radiofrequenz bereits seit einigen Jahren gilt, zeigt sich nun auch beim Einsatz von Hitze, Kälte und Ultraschall, die gezielt zur Fettreduktion, Hautstraffung oder Hautoptimierung eingesetzt werden können. Es kommt dabei nach wie vor darauf an, dass der Anwender die Möglichkeiten und Grenzen der Apparate versteht und erkennt, in welchem Fall eine Behandlung für den Patienten sinnvoll ist. Meine Erfahrung im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass Verfahren wie die Ultra Skin Methode das klassische Leistungsspektrum der Ästhetischen Gesichtschirurgie sehr sinnvoll ergänzen – von meinen Patienten wird dieses sanfte Verfahren bereits sehr positiv angenommen.

Das Muggenthaler-Urteil: Sichere Geräte und bewährte Anwendungsbereiche machen Hitze-, Kälte- und Ultraschalltherapien zu sinnvollen Ergänzungen im Repertoire des Ästhetischen Mediziners!